Ein Vereins-Bekannter teilte mit, dass er sein Aquarium auflösen wird und hatte einige Tiere abzugeben. Damit diese Tiere wieder ein schönes Zuhause bekommen, habe ich mich entschlossen, ein paar dieser bei mir aufzunehmen.
Gestern war es dann soweit. Er hatte dann Gott sei Dank noch die Tiere da, die ich bei mir aufnehmen konnte und wollte:
- 1 Pärchen Amphiprion ephippium – Gühkohlen-Anemonenfische
- 2 Chrysiptera parasema – Gelbschwanzdemoisellen
- 1 schwarzer Schlangenstern
- Ca. 10 Einsiedlerkrebse
- 2 Turboschnecken
Die Aklimatisierung der Tiere verlief reibungslos und relativ zügig. Innerhalb einer halben Stunde waren sie im Becken. Leider lies sich das Herrchen des Gühkohlen-Pärchens nicht aus dem Becken fangen. War schon zu satt von den Fischfallen-Lockfütterungen. Das wird aber nächste Woche nachgeliefert. Sodass sie nun leider 1e Woche getrennt sind. Hoffentlich kennen sie sich gleich wieder, da sie sehr nachwuchsfreudig waren.
Ich hatte gehofft, dass die Gühkohlen-Dame in eine meiner Anemonen geht. Aus den anderen postings ist ja bekannt, dass meine Clownies in den Xenien hängen. Als er dann aus seinem Transportgefäß geschwommen ist was hat er dann gleich gemacht? Richtig, natürlich hat er die Clownies gleich aus den Xenien gejagt und hat sich dort selbst einquartiert. Jetzt ist es ein Hin und Her. Mal ist der Gühkolen mal die beiden Clownies in den Xenien. Man muss aber auch dazu sagen, dass als ich eines der Lichtbalken weg habe, um die Tiere einzusetzen, hat sich die Anemone zurück gezogen und ist seit dem im Stein verschwunden. Die 2. Anemone wird ihr zu klein sein.
Meine nächste Hoffnung steckt nun darin, dass wenn das Herrchen kommt und die Anemone wieder aus der Höhle kommt, sie dann zusammen in die Anemone gehen. Ich werde berichten.
Im Gesamten hat sich die Gühkohlen-Dame recht zügig eingelebt und ist kurze Zeit später schon frei im Becken geschwommen.
Die beiden Gelbschwanzdemoisellen haben sich gleich nach dem “Ausbruch” aus dem Transportgefäß sichtlich wohl gefühlt.
Beim Einsetzen des Schlangensterns gab es gleich mal eine unsanfte Begrüßung. Auf dem Speiseplan meines Kronen-Kugelfisches stehen Schlangensterne. Das hat er natürlich gleich gesehen oder gerochen und ist schnurstracks auf ihn zu und hat ihn “angepickt”. Konnte ihn noch abwehren, sodass der Schlangenstern noch Zeit bekam, sich zu verstecken und in Sicherheit zu bringen.
Die Einsiedlerkrebse haben sich nach anfänglichen Reibereien auch Ihrer Wege getrennt. Sie begegnen sich zwar immer wieder, aber alle auf einem Haufen liegen zu haben ist schon eine Show.
Die Fütterung gegen Abend hat mir dann etwas Sorge bereitet. Habe extra etwas mehr Frostfutter aufgetaut, damit es keine Reibereien gibt. Aber die Gühkohlen-Dame nahm nur was ins Maul und hat es dann wieder ausgespuckt. Sie hat letztlich nichts gefressen. Ich hoffe das legt sich noch. Verhungern wird sie nicht so schnell so wie sie aussieht. Ich werde es weiter beobachten. Ansonsten haben alle (auch die Gelbschwanzdemoisellen) gefressen.
Heute, ein Tag später, kann ich schon wieder deutliche Neuorganisationen der Reviere beobachten. Klar, ist ja auch etwas durcheinander gekommen. Jeder will seinen Stammplatz behalten. Auch das werde ich beobachten, wann sich jeder sein Revier verteidigt oder neu gebildet hat.
Bleibt dran, ich werde hier berichten.